Wir sind die Fans
Das Buhen der Briten gegen die gegnerischen Mannschaften kommt bei den internationalen Fans nicht gut an. (picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON)
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England-Fans buhen bei dänischer Hymne und werden heftig kritisiert

07.07.21 20:07

Das Verhalten der England-Fans kostet ihre gesamte Mannschaft Sympathiepunkte. Weil diese bei den Hymnen der Gegner buhen, wird den Briten kein Sieg gegönnt.

Dass die britischen Fans gerade auch beim Halbfinale gegen die Dänen während deren Hymne buhten, wird in den sozialen Medien heftig kritisiert.

  • Als im Wembley-Stadion die dänische Hymne gespielt wurde, buhten die englischen Fans lautstark

  • Das Buhen während der gegnerischen Hymne zieht sich bereits durch die gesamte EM

  • Viele Fußball-Fans finden es so daneben, dass sie den Engländern keinen Sieg gönnen

Englische Fans buhen Dänemark aus: Ein absolutes No-Go

Es gibt ja durchaus Punkte, die der englischen Nationalmannschaft die Sympathien auch der internationalen Fußball-Fans einbringen könnten. Die Tatsache, dass der letzte große Erfolg der Three Lions bei einem großen Turnier auf das Jahr 1966 zurückgeht, zum Beispiel. Dass sie bis zu diesem Jahr quasi jahrzehntelang unter einem Bann zu stehen schienen, der ihnen einen Sieg gegen Deutschland quasi unmöglich machte. Und nicht zuletzt das gemeinsame Knien vor jedem Anpfiff als gemeinsames Zeichen, dass Rassismus und Hass nicht nur im Fußball nichts zu suchen haben.

Während der Hymne sollten die Fans Respekt zeigen

Ein Jammer, dass ausgerechnet die Fans der englischen Mannschaft genau diese Geste nicht für sich zu antizipieren in der Lage sind oder sein wollen und sie mit ihrem Verhalten sogar konterkarieren. Die Fans pfeifen nicht nur, wenn die andere Mannschaft am Ball ist, sondern lautstark sogar während im Stadion deren Nationalhymne abgespielt wird. Ein absolutes No-Go bei allen Länderspielen und gefühlt noch schlimmer beim Spiel gegen eine Mannschaft, die bei dieser EM mental so gefordert war wie keine andere.

Den Spielern wie auch ihrem Trainer Kasper Hjulmand steckt noch immer der Schock des Auftaktspiels gegen die Finnen in den Knochen, in dessen Verlauf Christian Eriksen einen Herzstillstand erlitt und später am Herz operiert werden musste. Klar, dass ihnen das die Sympathien vieler ebenfalls schockierter Zuschauer einbrachte. Und doch haben sie sich den Einzug ins Halbfinale auch spielerisch verdient.

Wer solche Fans hat, sollte nicht gewinnen

Gerade im Wembley-Stadion mit seinen aktuell 60.000 Zuschauern, von denen gerade einmal 8.000 in Großbritannien lebende Dänen sein dürfen, wirkt das Buhen der Fans extrem unsympathisch. So unsympathisch, dass viele Zuschauer der englischen Mannschaft schon allein deswegen nicht den Sieg gönnen würden.

In den sozialen Medien wimmelt es jedenfalls von Tweets, die diese Haltung belegen. Das Verhalten der Fans sei eine "Unsitte", schreibt ein User noch recht moderat:

Dieselbe Meinung klingt hier schon etwas schärfer:





England-Fans fühlen sich sogar bemüßigt, Abstand zu signalisieren:

Diese Userin bedient sich ob ihrer Kritik des britischen Duktus:

Andere wirken eher ungehalten:




Das Fazit vieler Zuschauer fassen diese beiden Tweets schön zusammen:

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